Rückfahrt
Die Fahrt zurück wollte wieder nicht enden. Vor Dessie, wo wir wieder übernachten, gab es einen langen Stau, weil zwei entgegenkommende Trucks sich verkeilt hatten. Es war schon gegen 20Uhr und die Leute erzählten, dass sich hier schon seit 16Uhr nix mehr bewegte. Es gab einen Polizisten der wild gestikulierend versuchte die Sache zu managen, doch die Leute versuchten immer wieder auf eigener Faust sich einen Weg zu bahnen, was die Sache noch vertrackter machte. Wir hatten noch Glück, denn nach einer Stunde löste sich endlich der Knoten.
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Lalibela Tag 2
Am nächsten morgen hieß es früh aufstehen, um die Prozession der Priester zum Weihnachtsfest noch erleben zu können, die schon die ganze Nacht andauerte. Derweil Martin es vor- zog endlich mal wieder länger zu schlafen, lief ich zur größten Kirche und drängelte mich durch die Massen von Menschen, die das ganze umliegende Gelände wie Ameisen besetzt hatten. Alle blickten andächtig auf die sehr bunt gekleideten Priester, die mit prachtvollen goldbestickten Gewändern und Sonnenschirmen, ein Heiligenbild voran tragend am Rand der in den Fels eingelassenen Kirche Aufstellung nahmen. Hier wurden im wippenden Takt zum Schlag einer großen Trommel die heiligen Litaneien (Gebete) gesungen. Als ich mir das Schauspiel lange genug in der Hocke angesehen hatte und mir mein Rücken langsam unerträglich weh tat, ging ich hinunter zum Innenhof der Kirche und hatte das Glück durch den mannshohen einzigen Eingang noch in den Kirchhof zu kommen, von wo die Prozession am besten zu sehen war. Ich knipste wie ein Weltmeister bis, mit einer tiefen Verbeugung der Priester, die Zeremonie beendet wurde .Alles strömte nun wie auf Kommando aus dem Innenhof der Kirche, was an dem einzigen Ausgang zu erheblichen Engpässen führten. Die aufgestellten Polizisten hatten alle Mühe die Lage unter Kontrolle zu bringen und zückten auch mal ihren Schlagstock um sich Respekt zu schaffen. Auf dem Weg zurück zum Hotel schenkte mir ein Mädchen eine Blume.
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Schulbesuch in Äthiopien
11.1.2008 Schulbesuch bei Nazaret
Zurück in Addis hatten wir am nächsten morgen eine Verabredung mit Jo. Ich hatte sie im Flug nach Äthiopien kennen gelernt. Sie hatte uns eingeladen bei dem Besuch von zwei Schulen im Süden in die Nähe von Nazaret mit dabei zu sein. Sie unterstützte diese Schulen mit Lehrmittel und Kleidung durch eine von ihr ins Leben gerufenen Hilfsorganisation. Sie lebte eigentlich in der Schweiz, kommt aber ursprünglich aus Äthiopien und arbeitet für die UN. Einen richtigen Tross von Leuten hatte sie da zusammen getrommelt, den sie resolut aber herzlich anführte. Ihrem Temperament konnte sich keiner entziehen. Eine Powerfrau wie sie im Buche steht, die unter anderem schon mit Frau Merkel die Klimavereinbarung der UN ausgehandelt hat, als diese noch Umweltministerin unter Kohl war.
Die Straße gen Süden war in auffallend besserer Verfassung, dafür aber sehr dicht befahren. Die Städte Debre, Zeyt und Nazaret, die ich schon vor 10 Jahren gesehen hatte, wirkten sehr viel moderner, als ich sie von damals noch in Erinnerung hatte. Auch hier waren überall neue mehrstöckige Gebäude entstanden und die Infrastruktur hatte sich deutlich verbessert. Von Nazaret ging es nach Sodere und weiter über eine Schotterpiste in eine Savannenlandschaft und dann schließlich querfeldein zu einem Dorf, wo sich die erste Schule befand. Schon von weitem sahen wir eine große Gruppe von Kindern, die unter einem Baum angetreten waren. Als wir näher kamen, wurden wir durch rhythmisches Klatschen begrüßt, der Schulleiter hielt eine kleine Ansprache, dann hielt Jo eine Ansprache, die vom Schulleiter in Orominia, der Sprache der hier lebenden Volksgruppe, übersetzte wurde. Mir kam das alles ein bisschen wie Fahnenapell während meiner Schulzeit in der DDR vor. Die Kinder waren natürlich sehr niedlich und schauten uns neugierig mit großen Augen an. Nach der Begrüßung gingen die Kinder wieder in ihre Schulräume und man begann, in den Klassen die mit gebrachten Geschenke zu verteilen. Jo ließ es sich nicht nehmen, jedem Kind persönlich die Geschenke zu überreichen, was bei ca. 250 Kindern ziemlich zeitaufwendig war. Sie betonte dabei vor der Klasse, dass die Geschenke von Menschen aus der Schweiz und den USA finanziert seien und dass die Kinder fleißig lernen sollten, um so ihren Beitrag zur Entwicklung Äthiopiens zu leisten. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass es hierbei auch um publicity ging, denn es war Jo wichtig, dass Martin das Austeilen der Geschenke und die Ansprache mit seiner Kamera filmte. Die Sache bekam einen etwas inszenierten Beigeschmack. Ich setzte mich derweil in einen Klassenraum und schaute mir den Unterricht an. Ich glaube es war gerade Sprachunterricht und Deklinationen gepaukt. Die Kinder waren sehr temperamentvoll und meldeten sich sehr fleißig. Es war ein richtiger verbaler Schlagabtausch zwischen Lehrer und Schüler. So wirkte der Unterricht sehr viel lebhafter als ich es aus Deutschland gewöhnt bin. Nachdem ich in jeder Klasse „hello“ gesagt hatte, kam mir die Idee, den Kindern ein paar Lieder zu singen. Jo war gleich begeistert von der Idee und so gab es nach den Geschenken, von mir in jedem Klassenraum noch ein kleines Ständchen. Jo machte den Animator und es dauerte nicht lange, dann standen einige Kinder auf, klatschten und tanzten um mich herum. Am Ende sang die ganze Klasse „amazegenalo“ Schön. In der nächsten Schule, die ca. 20 km weiter an einer holperigen Piste lag, spielte sich das gleiche Programm ab. Fahnenapell, Ansprachen, Geschenke. Der Schulleiter schlug diesmal vor, dass ich vor der versammelten Schule spielen sollte. Ich stand auf einem Sims, vor mir so ca. 150 Schüler, die sich köstlich amüsierten, tanzten, schrien und sobald sie den Refrain gelernt hatten, lauthals mitsangen, so dass es manchmal schwer für mich wurde, vom Refrain wieder in die Strophe zu kommen. Danach sangen die Kinder für uns ein Lied „Orominia“ wozu die Akkorde von „w. c. makana“ auch passten. Zu „amazegenalo“, was ich als letztes spielte und welches die Kinder wohl am ehesten verstanden, da Kat kauen nicht gerade als tugendhaft angesehen ist, gerieten die Kids richtig außer Rand und Band und tanzten nun mit mir auf dem Sims und auch Jo legte sich richtig ins Zeug, zuckte mit den Schultern und zeigte, dass sie die traditionellen Tänze Äthiopiens noch nicht verlernt hatte. Yeah, das war ein Spaß! Mein Adrenalinhaushalt war on Top und ein Sturm der Freude brandete durch die Synapsen.
Auf dem Rückweg besuchten wir noch ein Ressort an einem kleinen See, den ich als mein kleines Paradies vor 10 Jahren wieder erkannte. Damals hatten mich Freunde aus Addis dorthin gebracht und ich konnte dort für drei Tage ganz allein in einem Gartenhaus direkt am See zwischen munter schnatternden Vögeln der Muse frönen. Nun stand da eine der exquisitesten Hotelanlagen von Äthiopien, welche von einem Amerikaner dort gebaut wurde. Wirklich sehr erlesene Architektur mit schilfgedeckten Luxushütten, modernem Wellnes-Bereich, Kuschel-Kino und allem möglichen Schnickschnack. Eine Nacht für 150$. Dementsprechend waren dort auch nur vier Gäste, doch irgendwie scheinen alle mit dem großen Touristenansturm zu rechnen und deswegen wird die Anlage zur Zeit noch um zwei weitere Gebäude ausgebaut.
Gegen Abend erreichten wir dann schließlich wieder Addis. Es war rush- hour, die Straßen waren verstopft mit Autos, die rußige Nebelschwaden in die Luft pumpten, die ganze Stadt schien auf den Beinen und ich bekam Nasenbluten.
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Lailbela Tag 1
Morgens ging es dann weiter auf der staubigen Rüttelpiste. Eigentlich hatten wir schon mehr als die Hälfte geschafft, doch die Straße wurde noch schlechter und wir konnten durchschnittlich nur 30km/h fahren und außerdem wollten wir ja auch die schönen Ausblicke genießen und an den schönen Stellen anhalten. An so einer Stelle ergab sich ein kleines Spontankonzert. Kaum hatte ich die Gitarre aus der Tasche geholt, kamen aus dem Gebüsch einige Kinder, die sich um uns herum stellten und neugierig lauschten. Es war schön, endlich mal nicht nur wegen eventueller Spenden umlagert zu werden. Bei „amazegenalo“ sangen einige Kinder mit. Mir kam die Idee so ein Ständchen, bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit zu wiederholen. Gegen 19.30Uhr erreichten wir endlich Lalibela. Es war mittlerweile dunkel geworden. Die Stadt platzte aus allen Nähten. Tausende Pilger hatten sich aufgemacht, um das äthiopische Weihnachtsfest an diesem Heiligen Ort zu erleben. Es ging nur noch im Schritttempo weiter. Überall lagerten Menschen in weiß gekleideten Umhängen mit Kerzen in der Hand. Aus völlig übersteuerten Lautsprechern dröhnten Gebetsansprachen. Die Luft war erfüllt von Weihrauch. Der ganze Ort schien in eine magisch andächtige Atmosphäre getaucht, was auch bei mir trotz der Strapazen der Fahrt eine feierliche Stimmung aufkommen ließ. Ach ja richtig, beinahe hätte ich es vergessen; ich hatte mir unterwegs zusammen mit Samy ein bissel Kat besorgt und war dadurch angenehm besinnt und auch die Fahrt wurde dadurch viel erträglicher. Wir brauchten einige Zeit um unserer Herberge zu finden und mussten dann feststellen, dass die Reservierung für Martin und mich irgendwie nicht geklappt hatte. Zum Glück kannte Samy die Herbergsmutter und wir kamen schließlich in ihrem Schlafzimmer unter, was uns aber stolze 400Birr(1€ = 13,5Birr) kostete. Egal. Wir waren froh noch einen Schlafplatz in dieser Stadt gefunden zu haben. Samy und ich tranken noch ein paar Sankt Georges Bier um die aufputschende Wirkung des Kat zu mildern. Am nächsten Tag drängelten wir uns erstmal durch die Stadt und sahen riesige Menschenansammlungen um die Kirchen herum. Mönche mit freiem Oberkörper und nur mit Gebetsketten und Lendenschurz bekleidet, hielten auf der Straße gestenreiche Ansprachen an die Menschen, welche wie gebannt und voller Respekt vor ihnen verharrten. Im Gegensatz zu den meistens sehr prunkvoll und goldbestickten Priestern der äthiopisch orthodoxen Kirche, sind die Mönche richtige Asketen, die in der Wüste oder im Wald leben und sich nur von Pflanzen und der Meditation ernähren. Sie genießen eine gewisse Narrenfreiheit und stellen mitunter auch die manchmal selbstgefällige Priesterkaste an den Pranger. Bei den einfachen Menschen genießen sie großes Ansehen.
Um die Kirchen besichtigen zu dürfen, mussten wir uns erst mal ein Ticket holen, was normal für ferenshis (Ausländer) 100 Birr kostet und an Feiertagen nochmal das doppelte also 200Birr. Martin, der eine Filmerlaubnis brauchte, musste insgesamt 500 Birr blechen. Doch schon die Besichtigung der ersten Kirche rechtfertigte diese Ausgabe. Es ist bis heute nicht geklärt, wie es die Äthiopier im 11-12.Jahrhundert schafften, vollständige Kirchen mit Fenstern, Türen und Ornamenten in die riesigen Felsen zu meißeln. Die Kirchen gelten als eines der großen Weltwunder, um deren Entstehung sich geheimnisvolle Legenden ranken. Mit entsprechender Begeisterung drückte ich auf den Auslöser meiner kurz vor der Reise noch gekauften Digitalkamera. Es war auffallend wärmer hier im Norden als in Addis Ababa und die Sonne senkte sich allmählich ins Hirn. Nach der Besichtigung des zweiten Kirchenkomplexes mit drei Kirchen (insgesamt sind es 11) waren wir erst einmal körperlich und geistig erledigt und schleppten uns in ein Restaurant, wo wir auch Samy und Familie trafen. Danach waren die Batterien erst mal wieder aufgeladen und wir hatten Kraft die anderen Kirchen zu besichtigen. Auf dem Weg dorthin wurde ich von Leuten gebeten, ein Foto von ihnen zu machen und ich merkte, dass es für sie immer noch eine große Attraktion ist, ihr Abbild auf dem Display der Kamera sehen zu können. Eigentlich komme ich mir beim Fotografieren(ungefragt so- wie- so nicht) der Leute immer wie ein blöder Touri vor, aber hier hat es richtig Spaß gemacht. Die Leute umlagerten mich, zeigten auf das Display und lachten sich kaputt über die gemachten Bilder. Irgendwann landeten wir auf einem Hügel von dem man einen herrlichen Überblick auf die Stadt und Landschaft hat. Martin konnte seiner Film-Leidenschaft hier freien Lauf lassen und ich hätte gern Gitarre gespielt. Irgendwann kamen zwei kleine Jungen vorbei, die auf ihren Bauch deuteten und „hungry“ sagten. Wir dachten erst, es sei wieder so eine show, um letztendlich etwas Geld zu bekommen, doch als Martin ihnen dann tatsächlich etwas Brot gab, merkten wir, dass diese Kinder wirklich Hunger hatten. Sie bedankten sich vielmals und schlangen das trockene Brot hinunter. Plötzlich war da wieder diese andere Realität, die uns in Deutschland so völlig fremd ist und die wir daher manchmal gar nicht wahrnehmen. Hunger.
Die bedenkenlose Begeisterung war erst mal im Eimer und ich machte mich auf, den letzten Kirchenkomplex zu besichtigen. Ein sehr eigentümlicher Bau, dessen Struktur sich von den anderen meistens quadratisch angelegten Kirchen unterschied. Im Hof gab es eine lange Schlange vor einem Gang, rings herum führten weitere Gänge in das Innere der Felsenkirche. Im Inneren sah ich Menschen aus dem Untergrund über eine Treppe aufsteigen. Sie sangen und trällerten vor Begeisterung, als sie aus dem dunklen Loch kamen. Eine Frau klärte mich auf, dass diese Kirche einen unterirdischen Gang besitzt, der zur Selbsterfahrung der Hölle von den Mönchen angelegt wurde. Dafür standen die Leute also im Hof Schlange. Obwohl es schon langsam dämmerte, wollte ich natürlich auch selbst durch die Hölle gehen. Nach ca. 40 Minuten dauernden Anstehen, ging es in einen absolut finsteren Gang hinab in den Untergrund. Da die Leute alle im Gänsemarsch durch den Gang tippelten, dauerte es eine Ewigkeit. Es gab keine Luftzufuhr und die beklemmende Enge ließ Panik in mir aufkommen. Jetzt nur nicht verrückt werden, ruhig durch die Nase atmen, irgendwann muss es vorbei sein. Doch es dauerte und streckenweise steckten wir im Gang fest und erst nach gefühlten 30 Minuten ging es weiter. Die Angst von der Dunkelheit ein für alle mal verschluckt zu werden wurde immer größer. Das war wirklich ein Prüfstand für den Glauben an das Licht. Die Leute sangen spirituelle Lieder und kämpften so gegen die Finsternis. Ich war wie in Trance und meinte manchmal schon das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, obwohl ich noch weit davon entfernt war. Jegliches Zeitgefühl war mir abhanden gekommen und ich war nur damit beschäftigt meine Angst unter Kontrolle zu bekommen. Aber dann drang endlich ein Lichtschimmer in das Dunkel des Ganges und wurde von den Menschen mit euphorischem Trällern empfangen. Als ich dann die Stufen der Treppe empor kletterte war ich voller Dankbarkeit und Freude. Draußen war die Sonne mittlerweile schon untergegangen und es war Zeit den Weg ins Hotel „Jerusalem-guesthouse“ zu finden, wo wir für diese Nacht irgendwie unter-kommen sollten. Martin, der eigentlich warten wollte, war nicht mehr da.
Die Höllenerfahrung hatte über eine Stunde gedauert. Ich lief erst mal auf einen Berg, um mir einen Überblick zu verschaffen. Ein herrliches Abendrot wurde mir beschert und ich fand den Weg zum Hotel., wo sich unsere Reisegesellschaft schon zum Abendbrot zusammen gefunden hatte. Diese Nacht übernachteten wir im Zelt auf dem Hotelgelände.
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Die Reise in den Norden
Seit zwei Tagen bin ich nun wieder in Addis Ababa zurück. Der erste Trip ins Land war anstrengend aber dafür mit vielen schönen Aussichten und Erlebnissen verbunden. Samy –hatte einen Minibus organisiert mit dem Martin und ich zusammen mit seiner Frau Heike, Tochter Belen, Nichte Samira, Fahrer Eyob und dessen Freundin am 5.1.2008 gegen 7 Uhr morgens in Richtung Norden starteten. Ich bin vor 10 Jahren schon mal in diese Richtung gefahren, allerdings auf einer anderen Straße in Richtung Tanasee – Quelle des weißen Nils. Die Straßen ausgangs von AddisAbaba waren verstopft mit hupenden und qualmenden Autos, Kühen, Eseln, Ziegen und geschäftigen Menschen, die bepackt mit Taschen und auf dem Rücken geschulterten Bündeln auf dem Weg zum Markt waren, um die letzten Einkäufe und Geschäfte vor dem Weihnachtsfest zu erledigen. Dabei fiel mir auf, dass diese Stadt sich immer weiter ausbreitet und sich mittlerweile schon die umliegenden Dörfer mit einverleibt hat. So dauerte es ungefähr eine Stunde bis wir endlich raus aus dem Trubel waren und die eindrucksvolle Landschaft bestaunen konnten. Äthiopien – auch das Dach Afrikas genannt liegt zu Hälfte in 1200 Metern Höhe und zu einem Viertel sogar über 2000Metern. Der höchste Berg ist der Ras Dashen mit 4620 Metern. Magmatische Prozesse und fortschreitende Erosion schufen eine bizarre Landschaft mit unzähligen Vulkanen (die zum Teil auch heute noch aktiv sind), isoliert stehenden Tafelbergen und fruchtbaren Hochplateaus. An den Hängen sind die Felder terrassenförmig angelegt rings um Addis wurde jeder halbwegs fruchtbare Flecken als Anbaufläche genutzt. Inmitten der Felder gab es vereinzelte Weiler mit strohgedeckten Rundhütten, die wie Pilze beieinander standen. Leider ist von der ursprünglichen Vegetation nicht mehr viel übrig geblieben. Der andauernde Holzbedarf zum Bauen und Kochen und die Gewinnung von Ackerland für die ständig wachsenden Bevölkerung führte zu Abholzung der Wälder. Nur ein paar vereinzelt stehende Affenbrotbäume lassen die frühere Vegetation noch erahnen. Es gibt ein paar Wälder mit schnell wachsenden Eukalyptusbäumen, die um Addis Ababa herum angepflanzt wurden, doch bei weitem nicht ausreichen die fortschreitende Erosion des Bodens aufzuhalten. Auf den Straßen tummelte sich das Viehzeug, dass sich nur durch dauerndes Hupen von der Fahrbahn fernhalten ließ, obwohl das nicht immer gelang und wir oftmals scharf bremsen mussten und dabei regelmäßig nach vorn flogen, denn Sicherheitsgurte gab es auf den Rücksitzen nicht. Vor unsere Abreise hatten wir noch zwei Holländer (Tim&Kim) kennen gelernt, die ein Hilfsprojekt am Tanasee aufbauen und uns schauerliche Geschichten von selbst erlebten Unfällen erzählten und in der Tat säumten zahlreiche Wracks, den Straßenrand. Aber all das war beim Anblick der gigantischen Landschaftsbilder vergessen, die von uns mit andächtiger Begeisterung aufgesaugt wurde. Komischerweise hatte ich dabei immer ein Lied von Jim Morisson im Kopf: „we came down from highway and forest ...“Ja irgendwie hatte das Ganze einen apokalyptischen Beigeschmack, denn ca. 80% der Straße war ein staubiger Steinacker, der uns ständig durch-schüttelte und daran erinnerte, dass die Entdeckung der Schönheiten dieses Landes immer noch ein anstrengendes Abenteuer ist. Im Nachhinein bewundere ich unseren Fahrer Eyob, der es schaffte, uns da ohne Crash hindurch zu bugsieren. Zwischendurch gab es ca.150 km richtig schnieke asphaltierte Straße, die von der europäischen Union gebaut wurde, aber letztendlich wegen politischer Differenzen nicht weiter gebaut wurde. Doch mittlerweile sind Chinesen und Koreaner dabei ,das Werk zu vollenden. Sicherlich nicht aus humanitären Gründen, sondern um sich Marktanteile und nicht zuletzt Rohstoffe zu sichern. Um so weiter wir in Richtung Norden holperten, um so öfter sah ich Dromedare auf den Straßen, die allmählich den Esel als vorherrschendes Lasttier ablösten. Die Städte die wir durchfuhren, wirkten auf mich ziemlich überlaufen und hässlich. Meistens waren es Marktplätze, die sich über die Jahre als Städte heraus gebildet hatten. Irgendwo gab es immer einen Kreisverkehr, der mit einer errichteten Stele meistens auch das Zentrum markierte, um das herum sich Geschäfte, Bars und Restaurants gruppierten. Auf einer Anhöhe stand meistens eine Kirche oder Moschee, ansonsten lebten die Leute in diesen Ortschaften in aus Wellblech und Lehm gezimmerten Häusern und Hütten. Die Lehmhütten auf dem Land wirkten auf mich gemütlicher. Wenn wir anhielten, dauerte es nicht lange bis wir von neugierigen Leuten umlagert waren, die entweder nur gucken wollten oder geröstetes Getreide, Bananen und gekochte Saubohnen feilboten. Letztere waren übrigens sehr schmackhaft. Mittag aßen wir meistens in einem der größeren Hotels, weil wir uns einbildeten, dass dort die Gefahr sich irgendeine Bakterie oder einen Virus einzufangen am geringsten war. Die angebotenen Speisen unterwegs waren ziemlich einheitlich – entweder traditionelles Essen: Injera (säuerliches Fladenbrot aus einer einheimischen Getreideart) mit verschiedenen mitunter sehr scharfen Soßen und Fleisch oder es gab Spaghetti mit scharfer Soße. Ich entschied mich meist immer für Injera, das meistens richtig lecker war.
Da die Tour nach Lalibela (642km) unmöglich an einem Tag zu schaffen war, machten wir Zwischenstation in Dessie - was übrigens auf deutsch „meine Freude“ heißt. Die Stadt wurde am Ende des 19. Jahrhunderts von einem Kaiser kurzzeitig als Residenzstadt auserkoren und ausgebaut. Wir fanden ein gutes Hotel mit schöner Aussicht und bequemen Betten aber leider in der oberen Etage ohne fließendes Wasser. Abends ging ich noch auf die Suche nach einem Internetplatz. Dabei lernte ich Erimias kennen, der mit mir sämtliche Internetkaffees der Stadt abklapperte und schließlich noch ein offenes fand. Es dauerte auch hier wieder sehr lange bis sich die Serverseite hoch geladen hatte, aber die Leute waren sehr freundlich und wir kamen ins Gespräch. Erimias lud mich dann noch in eine Art Bar-Disco ein, wo auffallend viele Männer und ein paar aufgetakelte Barladys herum standen – „bitches“ wie Erimias meinte. Eigentlich war ich total müde, doch die sympathische Art und die ungefragt nachbestellten Getränke, machten es schwer los zu kommen. Wie schon auf der Straße in Dessie, wo ich das erste Mal ohne Hut in der Öffentlichkeit herum lief, amüsierten sich die Leute über meinen Haarschnitt und verglichen mich immer mit irgend welchen Fußball-Berühmtheiten ala David Beckham. Manche Leute kamen gar zu mir an den Tisch und bekundeten ihre Begeisterung für meine Haarpracht. Schließlich kam auch eine Barlady in hochhackigen Schuhen und weitem Ausschnitt an meinen Platz und meinte zu Erimias, dass sie meine Haare so toll finde und sich in mich verliebt hätte. Das war dann endlich das Zeichen zum gehen.
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Welcome to makana
„welcome to makana“ kommt bei den Äthiopiern erstaunlich gut an. Der Hotelbesitzer will mich hier ganz groß raus bringen und das Lied läuft in seiner Bar rauf und runter. Na mal sehen was daraus wird… Gestern Abend lud mich Samy noch in einen Jazzclub ein. Wow!! Ich habe mich ja eigentlich nicht für Jazz interessiert, doch die äthiopische Variante ist wirklich genial und die Musik war eine Streicheleinheit für die Sinne inmitten dieser doch sehr aufgeregten und schrillen Stadt. Später war noch Session und Jonas, ein Freund von Samy hatte mich wohl schon vorher angekündigt und ich war dann doch ein bisschen perplex als mich ein Musiker aufforderte auf die Bühne zu kommen. Aber kneifen gibt’s nicht und so stöpselte ich meine Gitarre in den Verstärker und trällerte „welcome to makana“ und die Jazzband stieg ein und machte daraus eine Jazzversion mit einem ziemlich abgefahrenen Gitarrensolo. Danach yaamten wir noch zu „Amazegenalo“ mit gleichem Effekt Das reichte dann auch erst mal für mich und ich ging mit Applaus von der Bühne und machte Platz für einen äthiopischen Sänger, der wirklich sehr schöne Lieder in ethiopic-jazz-styl sang. Noch etwas hat sich gestern ergeben: Wir können morgen Samstag mit Sammy und seiner Frau mit einem Minibus zum äthiopischen Weihnachtsfest (7.1.) zu den Felsenkirchen nach Lalibela fahren. Eigentlich wollten wir zuerst in den Süden ,doch wie gesagt, planen bringt hier nix. Alles ergibt sich. Go with the flow!
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Silvester in Addis
In Äthiopien gilt der julianische Kalender, welcher sieben Jahre und acht Monate hinter unserem gregorianischen Kalender zurück datiert ist. Silvester wird in Äthiopien deswegen am 11. September gefeiert und so gab es am 31.12.2007 für die Äthiopier eigentlich keinen Grund zu feiern. Wir waren bei Samy einem Freund aus Berlin eingeladen, der mit seiner deutschen Frau und seiner Familie eine kleine Feier veranstaltete. Vorher hatte ich mir noch ein Bündel Kat gekauft, um meinen Einstieg ins äthiopische Lebensgefühl ein bisschen zu beschleunigen. Nach ca. zwei Stunden Kauen hatte ich meine Backen voller Grünzeug und allmählich bemächtigte sich das makanafeeling meiner Sinne. Ich war hippelig und voller Optimismus mich in diesem Dschungel zu Recht zu finden. Martin probierte auch, konnte aber erstmal keine Wirkung feststellen und wäre am liebsten im Hotelzimmer geblieben, da ihm die neue Umgebung bei Nacht noch nicht geheuer war. Ich konnte ihn aber schließlich doch noch überzeugen mitzukommen, denn man wird schließlich nur vertraut, wenn man sich traut. Nach diesem, meinem Hochgesang für die Unbekümmertheit und die Unbedenklichkeit von Land und Leuten kam auch gleich die erste Prüfung. Martin wurde auf der Straße vor unserem Hotel von einem Betrunkenen belagert, der ihn unter dem Arm hakte und voll-laberte. Die Straße war sehr belebt und die Leute amüsierten sich, dass Martin sich da von einem Betrunkenen so vereinnahmen ließ. Er wirkte wie gelähmt und ich musste den Saufbruder von ihm los machen und verscheuchen. Die Fahrt zu der Feier war eine weitere Bewährungsprobe, da es ja keine wirklichen Adressen gibt sondern nur „ in der Nähe von“ und die Preisverhandlungen mit den Taxifahrern am Abend ganz schön nervend sein können. So landeten wir zunächst auch bei der falschen Adresse, denn es stellte sich heraus, dass nicht in der Nähe von der Ruanda Botschaft gemeint war, sonder in der Nähe von der Uganda-Botschaft. Schließlich landeten wir nach ein paar Umwegen am richtigen Ort und lernten die Familie von Samy kennen. Die Bar war reichlich mit erlesenen Spirituosen gefüllt und kaum war das Glas leer, war es wie von Geisterhand wieder nachgefüllt. Oh Mann, ich war ganz schön blau, was die Gastgeber aber eher mit Genugtuung erfüllte – That is ethiopian cultur! Nächsten Tag hatte ich den obligatorischen Schädel und ging erstmal ins Internetcafé, wo ich in einer Stunde gerade mal zwei Mails abschicken konnte, da das Internet hier seeehr langsam ist. Aber das ist natürlich immer die erste Lektion in Afrika: Alles geht viel langsamer und jeder Plan ist nur dafür gut, dass man ihn bei der nächsten Gelegenheit umwirft und etwas ganz anderes macht. Organisationstalent gleich Improvisationstalent oder „expect the unexpected“.
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Ankunft in Addis
Nun bin ich seit 6 Tagen in Addis Ababa/Ethiopia. Die Ankunft war freundlich und wir sind in einem sicheren und freundlichen Hotel gelandet. Die Eindrücke sind überwältigend. Der Kontrast von allgegenwärtiger Armut und menschlicher Lebensfreude macht jeden Spaziergang durch die Stadt zu einem kleinen Abenteuer. Zuerst war da der typische Geruch Äthiopiens, der mich an meine früheren Reisen erinnerte – eine Mischung aus Lagerfeuer, Abgasen und Weihrauch. Es war Sonntag und das heißt in Äthiopien Kirchentag. Die Straßen waren gesäumt von weiß gekleideten Menschen, die in großen Ansammlungen meditierend vor den Kirchen standen. Klapprige Taxis, die eher durch den guten Willen ihrer Fahrer als durch ihre Einzelteile zusammen gehalten wurden, schoben sich hupend durch die Straßen. Auf den Mittelstreifen lagen Bettler und dösende Hunde, Kinder spielten Seilspringen und aus den Kiosken schmetterte äthiopische Musik aus kaputten Lautsprechern. Kaum waren wir im Hotel angekommen wollte ich gleich wieder los, um die Gegend zu erkunden. Wir mussten eh Geld tauschen und so gingen wir erst einmal eine Runde bis zum Piazza, wo ich vor 9 und 10 Jahren immer gewohnt hatte. Auf den Straßen war reger Betrieb. Ganze Familien waren auf den Beinen und man hatte für den Sonntag die feierlichste Kleidung angelegt, was meistens der traditionelle weiße Umhang – die shamma und frisch geputzte Schuhe waren. Zwischen drin zerrten Bauern ihre Ziegen durch das Gemenge oder balancierten riesige Lasten auf ihren Köpfen. Bettler streckten uns ihre von Lepra verstümmelten Gliedmaßen entgegen. Aus den Restaurants und Bars duftete es nach Weihrauch und frisch gerösteten Kaffee. Jugendliche zeigten den Daumen nach oben und begrüßten uns mit „welcome“ oder „ferenshi“, was hier die wohlwollende Bezeichnung für Ausländer ist. Ein allgegenwärtiger Bauboom prägte das Stadtbild. Zwischen den flachen Wellblechhütten und Lehmbauten stehen neuerdings Wolkenkratzer, an denen sich wacklige aus Holzstangen gefertigte Baugerüste empor winden. Sie künden von dem ehrgeizigen Vorhaben der äthiopischen Regierung Addis Ababa zu Hauptstadt Afrikas ausbauen zu wollen. Ein Spagat zwischen Tradition und Moderne; zwischen der mehrheitlich armen Bevölkerungsschicht die vom Land in die Stadt drängt und dem im Ausland zu Geld und Ausbildung gekommenen Eliten.. Auch das Handy hat mittlerweile Einzug in die äthiopische Lebenskultur gehalten und ist zu einem unverzichtbaren Assessor der Städter geworden.
Wir redeten kein Wort. Alle Sinne waren durch den Ansturm der fremdartigen Eindrücke in Aufregung und nebenbei mussten wir auch noch den durch tiefe Schlaglöcher und brach liegende Abwasserkanäle unterbrochenen Weg im Auge behalten. Als wir dann in der Straße am Piazza waren, erkannte ich auch meine Lieblingsfrühstücksbar wieder und fragte nach dem Besitzer, welcher prompt durch die Tür kam und mich an seine Brust drückte. „Mr. Axl - I knew, you will come back“ Er war mittlerweile ein älterer Herr und seine Frau war leider schon gestorben. Er zeigte mir stolz sein modernisiertes Mini-Restaurant und lud uns ein uns nach Belieben Speisen und Getränke zu bestellen. Wir tranken einen würzigen Makjato-Milchkaffe, plauderten eine Weile und verabredeten uns für die nächsten Tage. Danach ging es weiter zum Piazza, dessen Name aus der Zeit der italienischen Besetzung herrührt. Ein belebter Verkehrsknotenpunkt mit vielen Geschäften, Restaurants und Verwaltungsgebäuden, welcher gleichzeitig das Zentrum der Altstadt von Addis Ababa markiert. Hier wimmelte es von unterschiedlichen Kulturen und Leuten. Frauen mit bunten Schleiern und kunstvollen Haarfrisuren, Männer in langen Gewändern mit Krummdolch am Gürtel, Christen, Moslems – das ganze Kaleidoskop der Kulturen dieses Landes schien hier aufeinander zu treffen. Eine Armee von Straßenhändlern und Schuhputzern umlagerte den Platz. Die Schuhputzer sind meistens 5-10 jährige Kinder, die so den Lebensunterhalt ihrer Familie aufbessern. Für uns ist es natürlich immer ein Tabu sich überhaupt und insbesondere von einem Kind die Schuhe putzen zu lassen, doch in Äthiopien ist es für viele Kinder die einzige Möglichkeit ihren Schulbesuch zu finanzieren. „Immer noch besser als zu betteln“ sagen die Äthiopier und es kursieren Geschichten, dass einige als Schuhputzer beginnen und später einen eigenen Laden eröffnen. Langsam wurden unsere Beine schwer und der Geist kam mit der Verarbeitung der Bilderflut nicht mehr hinterher. Schließlich nahmen wir ein Minibus-Taxi und fuhren zurück zu unserem Hotel. Man darf sich hier für einen Tag nicht zu viel vornehmen, denn alles dauert viel länger und jede zeitliche Planung wird meistens durch unvorher zu sehende Ereignisse oder Bekanntschaften umgeworfen. Lebenskunst ist hier die Fähigkeit, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren und mit spärlichen Mitteln sein Überleben zu improvisieren.
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Ankunft in Äthiopien
Am 30.12. startete ich mit Martin, einem Freund und Filmemacher von Berlin-Tegel aus nach Äthiopien. In der vorhergehenden Nacht hatte ich ein Konzert als Makana Dub in Brandenburg und war durch den Schlafmangel doch so ein bisschen durch den Wind.. Die letzten Tage waren ziemlich hektisch gewesen, denn ich hatte bis zum letzten Tag noch nach einer passenden Idee für das Cover meiner CD gesucht, die während meiner Abwesenheit ja im Presswerk gebacken werden sollte. Schließlich hatte ich mit einer befreundeten Fotografin noch eine Fotosession (neue Fotos brauchte ich ja auch noch) gemacht und dabei kam dann auch endlich die Idee für das Cover. Ich hatte auf jeden Fall gar keine Zeit mir über die Reise viele Gedanken zu machen. Ich kramte ein paar alte Adressen hervor, die ich von meinen früheren Reisen nach Äthiopien noch hatte und machte die letzten Besorgungen – wie zum Beispiel die obligatorischen Tabletten gegen Durchfall und das Moskitonetz erst kurz vor dem Abflug. Mit Abheben des Fliegers lösten sich dann auch endlich meine Gedanken von dem Stress der letzten Wochen und die Vorfreude auf das Land meiner Inspirationen putschte mich auf, so dass ich währende dem vierzehnstündigen Flug munter über meine Erinnerungen plauderte und dabei das Sortiment der alkoholischen Getränke ausschöpfte. Scotch Whiskey is the best!
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